Ja zum Atomausstieg am 27. November

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Die Atomenergie hat keine Zukunft. Wie kommen wir aus der Sackgasse? Mit einem JA zur Initiative am 27. November.

Die Alternative zu einem geordneten Ausstieg aus der Atomenergie, wie ihn die Volksinitiative will, über die wir am 27. November abstimmen? Das wäre ein ungeordneter Ausstieg, wie ihn die Atomlobby derzeit grad selber vormacht: Hin und her, hüst und hott, rein und raus, Hektik. Beznau I etwa, der älteste Atomreaktor der Welt, steht wegen Sicherheitsbedenken schon anderthalb Jahre still. Da kann man ihn problemlos gleich für immer vom Netz nehmen. Die Zeit bis 2029 (Abschaltung von Leibstadt) reicht aus, um für nachhaltigen Ersatz zu sorgen.

Die Atomenergie hat keine Zukunft. Wer A sagt, muss nicht B sagen, sondern kann auch erkennen, dass A falsch war. Das hat Bertolt Brecht schon gewusst, und es lässt sich präzis auf A wie Atomenergie und B wie Betrieb anwenden. Angst vor einer Stromlücke muss niemand haben, und die Drohung der AKW-Betreiber mit Entschädigungsklagen ist lächerlich. Seit Jahren schon ist die Atomenergie kein rentables Geschäftsmodell mehr. Wo es keinen Schaden gibt, ist auch nicht zu entschädigen. Und die Atomenergie rechnet sich umso weniger, je genauer sie ihre vollen Kosten - also auch jene für die sichere Verwahrung des Abfalls und für den Rückbau der Werke - nachweisen muss.

Trotzdem verhält sich die Atomlobby derzeit wie ein quengelndes Kind, das nicht ins Bett will, obwohl es längst schon 5 vor 12 ist. Diesem unwürdigen Schauspiel können wir mit einem Ja am 27. November ein Ende machen.