Informationen zum Thema Homeoffice

Viele Unternehmen haben teilweise Homeoffice eingeführt. Daraus ergeben sich eine Reihe von Fragen.

Welche rechtlichen Grundlagen gelten, wenn ich zuhause arbeite?
Das private und öffentliche Arbeitsrecht sind auch bei der Arbeit im Homeoffice gültig. Es gelten also im Prinzip die gleichen Bedingungen wie bei der Arbeit im Büro.
Das heisst, alle Vorgaben des Arbeitsgesetzes (Nacht- und Sonntagsarbeitsverbot, Ruhezeiten, Pausen) sind vollumfänglich einzuhalten.
Es ist wichtig, die Rahmenbedingungen möglichst klar und am besten schriftlich festzulegen. Dazu gehören der Umfang der Arbeit, präzise Arbeitszeiten inklusive Bereitschafszeit und Zeiten, in denen keine Erreichbarkeit besteht; Kommunikationswege, u.a. Arbeitszeiten und Privatzeiten sind klar voneinander zu trennen.
Auch der Gesundheitsschutz muss vom Arbeitgeber wie üblich gewährleistet sein.

Bin ich im Homeoffice versichert?
Sollte etwas passieren, so gelten die gleichen gesetzlichen Absicherungen bei Unfällen, Berufskrankheiten und Erkrankungen wie am Arbeitsplatz. Ein Unfall während der Homeoffice-Arbeitszeit ist also beispielsweise ein Berufsunfall.

Ich benutze zuhause meinen privaten Laptop. Ist das ein Problem?
Grundsätzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitnehmende mit den Geräten und dem Material auszurüsten, welches sie zur Arbeit benötigen.
Stellen Arbeitnehmende in Absprache mit dem Arbeitgeber die Geräte und Materialien selbst zur Verfügung, müssen sie angemessen dafür entschädigt werden, falls es nicht anders vereinbart wurde.
Die Benutzung eines eigenen Laptops ist an in vielen Bereichen sehr üblich und an manchen Orten (z.B. Schulen, Hochschulen) sogar vorausgesetzt («BYOD = Bring Your Own Device»). Allerdings braucht es dazu klare Regeln von Seiten des Arbeitgebers, beispielsweise zum Virenschutz, zum Umgang mit Daten u.a.

Ich muss zuhause meine Kinder betreuen (Quarantäne, Halbklassenunterricht etc). Muss ich trotzdem mein volles Pensum arbeiten?
Nein. Grundsätzlich sind Homeoffice und Kinderbetreuung nicht zur gleichen Zeit möglich, auch wenn manche Menschen das glauben.
Wer aufgrund der Schulschliessungen seine Kinder betreuen muss und die Betreuung nicht anders organisieren kann, muss vom Arbeitgeber freigestellt werden. Das gilt zuhause genauso wie am Betriebsarbeitsplatz.
Soweit von Seiten des Arbeitgebers keine Lohnfortzahlung für diesen Fall vorgesehen ist, kann für die entfallende Arbeitszeit ein Erwerbsersatz beantragt werden. Genauere Infos finden sich im entsprechenden Merkblatt der AHV.
Es braucht daher klare Abmachungen, in welchem Umfang die Arbeit wegen der Betreuungsaufgaben reduziert werden muss, und zu welchen Zeiten Sie zur Verfügung stehen.

Ich bin Grenzgänger/ Grenzgängerin. Kann ich auch im Homeoffice arbeiten?
Grundsätzlich können auch Grenzgänger und Grenzgängerinnen ihre Arbeit von zuhause aus verrichten. Allerdings gibt es Einschränkungen: Wenn 25% oder mehr des Arbeitspensums am (ausländischen) Wohnort erbracht werden, gelten in Bezug auf Steuern und Sozialversicherungen die Regeln des Wohnorts. Es solle also vorgängig genau geprüft werden, welche finanziellen Folgen dies für Arbeitnehmende und Arbeitgebende hat.

Sonstige Informationen zum Thema Homeoffices


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SGB-Infos zum Homeoffice

Downloads
02.04.2020SGB-Infoblatt HomeofficePDF (1,301 kB)

SGB-Infoblatt zum Elternurlaub

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08.04.2020Elternurlaub_ Infos SGBPDF (159 kB)

SGB-Musterarbeitsvertrag Homeoffice

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26.10.2020SGB Musterarbeitsvertrag HomeofficePDF (179 kB)

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Tel +41 (0)44 266 52 52
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