Test: COVID Tests

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Testen, testen und nochmals testen! Die Hälfte der Covid-19-Übertragungen erfolgt durch Personen, die gar nicht merken, dass sie COVID-positiv sind. Um besonders gefährdete Menschen besser zu schützen und lokale Infektionsausbrüche frühzeitig zu bekämpfen, übernimmt der Bund neu unter bestimmten Bedingungen auch die Kosten für Tests an Personen ohne Symptome.

Der Bund hatte bereits Mitte Dezember das Testen von Personen ohne Symptome im Rahmen von Schutzkonzepten, etwa in Alters- und Pflegeheimen, Hotels oder am Arbeitsplatz zugelassen.

Nun empfiehlt das BAG zusätzlich das vorbeugende, wiederholte Testen im Rahmen von Schutzkonzepten in Alters- und Pflegeheimen, sozialmedizinischen Institutionen sowie Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause. Um den Anreiz für solche Tests zu erhöhen, übernimmt der Bund neu die Kosten dafür.

Wichtige Infos für Arbeitnehmende:

Die Teilnahme an Testungen ist grundsätzlich freiwillig. Der Arbeitgeber ist nur innerhalb der Grenzen des zwingenden Rechts berechtigt, seine Arbeitnehmer testen zu lassen. Das zwingende Recht umfasst zum Beispiel den Schutz der Persönlichkeit des Arbeitnehmers und den Datenschutz. Die Testung muss sich mit objektiven Gründen rechtfertigen lassen, die sich auf die Arbeitsleistung oder den Schutz anderer Mitarbeiter oder Dritter (Kunden, Patienten) beziehen. Zu berücksichtigen sind dabei die Verhältnismässigkeit sowie die gesamten Umstände, so etwa die epidemiologische Lage und die Möglichkeit und Verfügbarkeit anderer Schutzmassnahmen. Die Testung muss im Rahmen eines Schutzkonzeptes vorgesehen sein.

Zudem wurde im Rahmen der neuen Testungs-Strategie die bisherige Quarantäneregelung angepasst: Die zehntägige Quarantäne kann verkürzt werden, falls sich die betroffene Person nach sieben Tagen testen lässt und das Resultat negativ ist.

Die neue Test- und Freigabestrategie gilt auch für in der Schweiz ansässige einreisende Arbeitnehmende aus Staaten oder Gebieten mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko, die bisher kein Recht auf Erwerbsordnung hatten, wenn sie sich in Quarantäne begeben mussten. Der Schnelltest ab dem siebten Tag erfolgt auf eigene Kosten.

Von der Test- und Quarantänepflicht sind Personen ausgenommen, die für die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens oder der öffentlichen Sicherheit und Ordnung notwendig sind. Der VPOD findet diese Regelung nicht aktzeptabel.

Dabei orientieren sich Behörden und Arbeitgeber an den Empfehlungen von Swissnoso, einer Vereinigung von leitenden Schweizer SpitalhygienikerInnen. Die Empfehlungen, etwa, dass infiziertes Personal zur Arbeit aufgeboten werden kann, gelten auch für die Langzeitpflege. Allerdings haben sich sowohl der Verband Spitex Schweiz als auch Curaviva, der nationale Verband im Bereich der Langzeitpflege und -betreuung, dezidiert gegen eine solche Praktik ausgesprochen. (» Dringender Appell in der Langzeitpflege)

Auch der VPOD ist der Meinung: Personen mit positivem Corona-Test bzw. in Erwartung des Tests sowie Personen, die sich in Quarantäne befinden, dürfen nicht zur Arbeit aufgeboten werden. Das Gesundheitspersonal, das gemäss BAG in Quarantäne muss, soll in Quarantäne bleiben, genauso wie die Gesamtbevölkerung.

» Weitere Arbeitsrechtliche Infos zu Quarantäne, Quarantäneunterbruch, Lohnfortzahlung

Kontakt

VPOD Zentralsekretariat
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8036 Zürich

Tel +41 (0)44 266 52 52
Fax +41 (0)44 266 52 53

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