Die Petition ist geschlossen, die gewerkschaftliche Arbeit geht weiter!

In wenigen Tagen haben schweizweit 80'000 Personen die Petition für das Spitalpersonal unterschrieben. Wir sind überwältigt. Es ist eine klare Aufforderung an Bundesrat und Arbeitgeber, das Spitalpersonal zu schützen und volle Verantwortung für dessen Gesundheitsschutz zu übernehmen.

Die Petition ist geschlossen, die gewerkschaftliche Arbeit geht weiter.

Seit der Aussetzung wichtiger Schutzbestimmungen vom 21. März herrscht in den Spitälern Unklarheit und Unsicherheit. Viele Arbeitgeber nutzen die Verordnung, um beim Personal noch mehr Flexibilität und Verfügbarkeit einzufordern. Diese ungute Situation wird zusätzlich erschwert durch die mangelnde Koordination bezüglich der Richtlinien zur Verwendung von Schutzmaterial.

Der VPOD kämpft auf allen Ebenen dafür, dass der Gesundheitsschutz des Spitalpersonals gewährleistet und auch entsprechend kontrolliert wird. Gespräche auf Bundesebene bezüglich der Klärung aller Unklarheiten laufen auf Hochtouren und wir arbeiten auf kantonaler Ebene an den Forderungen bezüglich der Umsetzung und Kontrolle der Verordnung.

Die 80'000 Unterschriften werden wir dem Bundesrat vorlegen.

Der VPOD setzt auch alles daran, dass die wichtigen Schutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes in allen anderen Gesundheitsbereiche ohne jegliche Einschränkungen weiterhin gewährleistet werden.

Diejenigen, die uns pflegen und betreuen, brauchen ausreichend Pausen und Ruhezeiten und keine neuen Höchstarbeitszeiten. Ohne gesundes Personal geht gar nichts!

------------Petitionstext--------------------------------------------------------

Der Bundesrat hat mit einer »Verordnung das Arbeitsgesetz für das Spitalpersonal ausgesetzt. Somit ist das Spitalpersonal nicht mehr gesetzlich geschützt bezüglich seiner Ruhezeiten und seiner Höchstarbeitszeit. Auch ohne diese Verschärfung sind bereits nach heutigem Recht 60-Stundenwochen möglich!

Wir äussern in Klatschkonzerten unseren tiefen Respekt und Dank gegenüber dem Gesundheitspersonal. Wir wissen, dass die vorwiegend Frauen unter grossen Belastungen stehen und ihre Gesundheit gefährden. Ihnen steht der volle Schutz ihrer Gesundheit und Rechte zu.

Den Gesundheitsschutz des Personals gewährleisten, ist eine Frage des Respekts.

Deshalb fordern wir den Bundesrat auf, seine Verantwortung wahrzunehmen und das Spitalpersonal in dieser ausserordentlichen Situation zu schützen!

Das Spitalpersonal erbringt in der aktuellen Situation Höchstleistungen. Es ist für uns klar, dass diese Arbeit nach der Krise nicht unentschädigt bleiben darf: wir fordern eine Gefahrenzulage für alle, die in den Gesundheitsinstitutionen tätig sind!