Was tun im Gesundheitsbereich?

Am 14. Juni wollen wir zeigen, dass ohne die Arbeit von Frauen nichts läuft. Wir wollen sichtbar machen, dass die Arbeit in der Pflege unterbewertet wird und dass wir mehr Anerkennung dafür fordern.

Was tun im Vorfeld?

  • Streikbuttons tragen, Kolleginnen und Kollegen über den 14. Juni informieren.
  • Gemeinsam mit Kolleginnen einen Plan für die eigene Stelle oder Abteilung ausarbeiten: Was können wir tun, um die Unterbewertung unserer Arbeit deutlich zu machen?

Was tun am 14. Juni? Ideen für Aktivitäten und Aktionen

Schweizweit soll morgens um 11 Uhr und nachmittags um 15.30 Uhr ein sichtbares Zeichen in den Betrieben und in der Öffentlichkeit gesetzt werden. Darüber hinaus soll es den ganzen Tag viele weitere Aktivitäten geben. Jede Gruppe, jede Frau entscheidet selbst, was sie tun will und wo sie mitmachen möchte.

  • Ein-, zwei-, drei- oder mehrstündige Streiks an ausgewählten Orten. Versorgung der Patienten und Patientinnen gemäss Sonntagsdienstplan.
  • Eine Versammlung oder verlängerte Protestpause um 11 Uhr und um 15.30 Uhr (weil 20 % Lohnungleichheit heisst, dass Frauen bei einem Standardtag ab 15.24 Uhr nicht mehr bezahlt sind).
  • «Bleistiftstreik»: es werden nur die Arbeiten gemacht, welche direkt mit Pflege und Betreuung zu tun haben, die Administration bleibt liegen.
  • Ein «Streikcafé» organisieren: ein zentraler Treffpunkt mit Informationen, Gesprächen, Getränken, wo alle den ganzen Tag vorbeikommen können, Informationen zum Frauenstreik erhalten (weitere Details und Anregungen siehe unten).
  • Einen Aufkleber tragen mit der Aufschrift «Im Streik, aber für Sie da».
  • Einen Flashmob machen.
  • Streikfahnen und/ oder lila Tücher aufhängen, im Haus oder vor den Fenstern.
  • Transparente und/ oder Plakate mit Forderungen und Informationen am und im Haus anbringen. «Mehr Zeit für Patientinnen und Patienten», «Umkleidezeit = Arbeitszeit», etc.
  • T-Shirts mit Frauenstreiklogo oder selbstbemalte T-Shirts mit Botschaften tragen. Frauenstreik-Buttons tragen. Lila, pinke oder violette Kleider oder Accessoires tragen.
  • Eine Versammlung zum Thema Gleichstellung, Vereinbarkeit, Arbeitsbedingungen abhalten, Forderungen und Verbesserungen zusammentragen.
  • Gemeinsam Transparente oder Plakate für die Demo am Spätnachmittag produzieren.
  • Gemeinsam zur Frauenstreikdemo gehen.

Ideen für ein «Streikcafé»

Was braucht es für ein «Streikcafé»? Im Grunde braucht es nichts weiter als einen zentralen Treffpunkt, wo ein paar Menschen zusammenkommen können, sich austauschen, Informationen und weiteres erhalten und ihre Wünsche, Ideen, Forderungen deponieren können.

Folgende Fragen müssen geklärt oder organisiert werden:

Wo ist der Treffpunkt?

Vorzugsweise zentral und öffentlich, wo viele Menschen vorbeikommen (z.B. Eingangsbereich oder vor dem Eingang – in der Hoffnung auf schönes Wetter!)
Mit wem muss das abgesprochen werden und wer spricht ab (Unterstützung VPOD!)

Was genau soll passieren?

Es gibt Informationen, Gespräche, Getränke (einen «Gleichstellungsdrink»?), und die Anwesenden können etwas tun.
Möglichst viele Kolleginnen und auch Kollegen sollen motiviert werden, im Laufe des Tages vorbeizukommen, sich zu informieren und ihre Unterstützung auszudrücken. Daher braucht es die Möglichkeit aktiv zu werden, zum Beispiel: die eigenen Gleichstellungsforderungen aufschreiben und in eine bereitstehende Schachtel legen oder an einer Leine aufhängen. Die gesammelten Forderungen werden nachher ausgewertet und der Geschäftsleitung oder dem HR übergeben. Oder: Forderungen auf Stellwänden (Flipcharts) aufschreiben und übergeben. Oder auch: ein «Arbeitsgeberrating» aus Arbeitnehmerinnensicht machen.
Um 11 Uhr und um 15.30 Uhr könnte eine Versammlung stattfinden, z.B. mit Reden, Vorlesen des nationalen Frauenstreikappells, Zusammenfassung der wichtigen Forderungen für das Gesundheitspersonal. Oder ein Flashmob?

Was braucht es?

  • Je nach Planung: ein Tisch für Material, Getränke, Becher etc.
  • Dekomaterial (Fahnen, Plakate …)
  • Stellwände für Infos
  • Infomaterial zum Frauenstreik, zu den Gründen, zur Situation in der Pflege
  • Papier oder Flipcharts und Stifte für «Forderungskatalog», Schachtel oder Schnur und Klammern zum Sammeln

Ihr habt Ideen und braucht Unterstützung?

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Vanessa Salamanca, Projektmitarbeiterin für den Frauen*streik

Informationen zum Gesundheitsbereich, Streikgründe, Aktivitäten, rechtliche Informationen und ein Musterbrief zur Ankündigung von Aktionen hier zum Download

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10.04.2019Dossier GesundheitsbereichPDF (165 kB)
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10.04.2019Rechtliche Fragen_GesundheitPDF (77 kB)
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18.04.2019Musterbrief AnkündigungDOCX (13 kB)
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23.05.2019FS Statistik GesundheitPDF (89 kB)