Wie anfangen? Und warum wir Gewerkschaften?

Die deutlichen Folgen der Klimaerwärmung und die Komplexität des Problems machen zunächst ratlos. Aber fangen wir doch erstmal an.

Viele gesellschaftliche Akteure und Wissenschaftler haben sich bereits Gedanken gemacht und Klima-Aktionspläne entwickelt. Der Klima-Masterplan der Klimaallianz Schweiz, ein Zusammenschluss von 66 Nichtregierungsorganisationen, gibt eine erste Übersicht.» Klima-Masterplan Schweiz

In den nächsten Wochen wird zudem der Climate Action Plan des Klimastreiks veröffentlicht.

Ja Wissenschaftler, aber was hat das alles mit uns Gewerkschaften und ArbeitnehmerInnen des Service public zu tun?

Der ökogische Umbau, auch Transformation, geht nur gemeinsam. Investitionen sind der richtige Weg, Abbau und Privatisierung der falsche. Wie können wir gemeinsam die Zukunft von morgen gestalten? Wie verhindern wir, dass die ökologische Umgestaltung auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen wird? Wir erreichen wir den grösstmöglichsten gesellschaflichen Zusammenhalt?

Deswegen ist es wichtig, dass du dieses Thema an deinen Arbeitsplatz trägst und mit deinen KollegInnen besprichst. Ihr seid die ExpertInnen eurer Branche.

Auch ohne umweltwissenschaftlichen Backgroud kannst du mit deinen KollegInnen am Arbeitsplatz ein paar Fragen klären. Hier einige Ideen:

  • Welchen Wert legt unser Arbeitgeber auf Klima- oder Umweltschutz?
  • Motiviert uns unser Arbeitgeber zu ökologischem Verhalten oder belohnt er dasselbe? Und ginge das nicht besser ?
  • Was könnten wir als Team tun?
  • Würde unser Chef oder unsere Chefin unsere Vorschläge überhaupt ernst nehmen? Wie steht es um unsere Mitbestimmungsrechte?
  • Gibt es betriebliche Weiterbildungen, die uns fit machen für die Fragen der Zukunft und der Weiterentwicklung des Arbeitsmarktes?
  • Spüren wir den Klimawandel im eigenen Berufsalltag? Werden wir von unserem Arbeitgeber(-in) informiert, werden wir geschult oder vor den negativen Folgen geschützt?
  • Was ist mit meinen Kundinnen oder Klienten? Sind sie in besonderm Masse vom Klimawandel betroffen (z.B. vulnerablen Personen wie Kinder, kranke und zu pflegende Personen, Geflüchtete)?
  • Können wir die Verursacher der Klimakrise benennen anstatt uns über das ökologische Verhalten einzelner Privatpersonen zu streiten? (Verursacherprinzip)
  • Wovor haben wir Angst? Wie kann die ökologische Umgestaltung sozial und gerecht werden?

Diese Liste ist noch längst nicht vollständig. Welche Fragen hast du in deinen Branchen? Hast du noch mehr Ideen? Wir freuen uns über jede Rückmeldung! Enable JavaScript to view protected content.