Lohnklasse 19 - für alle

Die Bildungsdirektion hat angekündigt, in Zukunft die Kindergartenlehrpersonen analog den Primarlehrpersonen in die Lohnklasse 19 einzustufen. Weit über die Hälfte aller Lehrpersonen werden aber von der überfälligen Lohnanpassung ausgeschlossen. Die langjährigen und erfahrenen Kolleginnen mit seminaristischer Ausbildung bleiben vorläufig auf der Stufe 18. Eine Stufe tiefer als die Primarlehrpersonen und neu auch tiefer als ihre Arbeitskolleginnen auf der gleichen Stufe. Nachdem den älteren Lehrpersonen unlängst bereits die Altersentlastung gestrichen wurde, sie keine zusätzliche Ferienwoche erhielten und sie in der Pensionskasse mit niedrigeren Leistungen rechnen müssen, werden sie erneut übergangen. Es reicht: Der VPOD und die unterzeichnenden Lehrpersonen lehnen diese Ungleichbehandlung und Schlechterstellung ab.

Alle Kindergartenlehrpersonen und solidarischen KollegInnen aus den anderen Stufen aufgerufen die Petition des VPOD für die Lohnklasse 19 für alle zu unterschreiben.

》Petitionsformular als Download

  • Ich fordere die Zürcher Regierung und den Kantonsrat auf:

    • Die Lehrpersonen auf der Kindergartenstufe umgehend in die Lohnklasse 19 zu überführen.
    • Auf langwierige Nachqualifikationen der erfahrenen Lehrpersonen zum Erlagen der Lohnklasse 19 zu verzichten.
    • Die Arbeits- und Anstellungsbedingungen so zu gestalten, um einerseits junge Lehrpersonen für die Kindergartenstufe zu gewinnen und andererseits die erfahrenen Lehrpersonen im Beruf zu halten.

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Weshalb Lohnklasse 19?

Lohnklasse 19 ist fair

Der Bericht zur "Situation Kindergarten" zeigt, wie sich der Kindergarten in der letzten 15 Jahren im Kanton Zürich verändert und weiterentwickelt hat. Als erste Stufe der Volksschule bildet er das Fundament für die weiterführenden Schul- und Bildungsstufen. Dieselbe Einstufung wie die KollegInnen auf der Primarstufe ist damit längst gerechtfertigt und überfällig.

Keine neue Ungleichheit

Es geht nicht, dass die Ungleichheit zwischen Kindergarten und Primarstufe aufgehoben und gleichzeitig die Ungleichheit innerhalb derselben Berufsgruppe geschaffen wird. Der Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit wird damit erneut verletzt. Für die erfahrenen und treuen Lehrpersonen ist der Vorschlag der Bildungsdirektion nicht tragbar.

Bessere Bedingungen

Angesichts der steigenden SchülerInnenzahlen ist es dringend nötig, einerseits junge Lehrpersonen für die Kindergartenstufe zu gewinnen und andererseits die erfahrenen Lehrpersonen im Beruf zu halten. Nach dem Wegfall der Altersentlastung und die Aussicht auf tiefere Renten in der BVK ist die Lohnklasse 19 ein notweniger Schritt dazu.