Aufstand der Anständigen

Von: Christoph Schlatter

Mehr als 3000 Personen haben in Zürich an der Kundgebung gegen die Durchsetzungsinitiative teilgenommen.

Damit wurde im Vorfeld der Abstimmung über eine unmenschliche und den Rechtsstaat bedrohende Initiative ein deutliches Zeichen gesetzt - und zwar nicht zufällig in einer Stadt, in der ein Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner keinen Schweizer Pass besitzt und mit der Initiative zu Menschen zweiter Klasse würde, wie Stadtpräsidentin Corine Mauch in ihrer kurzen Ansprache betonte. Zürich habe, so Mauch, stets von Offenheit und Vielfalt profitiert. Und das müsse so bleiben. Der Umzug durch die Innenstadt, dem sich spontan Hunderte Passantinnen und Passanten anschlossen, endete auf dem Helvetiaplatz, wo die stimmberechtigten Teilnehmenden ihre Abstimmungscouverts in den Postbriefkasten warfen.