Wende im Tiefsteuerland: Zuger Sparpaket abgelehnt

Von: VPOD

"So nicht!", haben die Zugerinnen und Zuger gesagt: Sie wollen nicht 40 Millionen Franken auf dem Buckel der Ärmsten sparen und haben das Sparpaket der Regierung zurückgewiesen. Der VPOD freut sich über den Erfolg der Allianz.

Darf weiterfahren: Zugerseeschiff. Das ganze dumme Sparpaket wurde vom Stimmvolk verworfen. (Foto: Baikonur)

Das von zahlreichen linken Parteien, Berufsverbänden und Gewerkschaften bekämpfte Sparpaket im Kanton Zug ist an der Urne abgelehnt worden. Das ist ein grosser Erfolg auch für den VPOD – und für die «Allianz für ein lebenswertes Zug». Die Nein-Mehrheit ist mit 53,3 Prozent nicht riesig, aber klar ausgefallen. Die Zugerinnen und Zuger sind nicht einverstanden damit, dass nach unzähligen Steuersenkungen, von denen nur die Reichsten profitiert haben, nun die allgemeine Bevölkerung, das Personal, die Bildung, die IV-Beziehenden, die Älteren, die Familien, überhaupt die Schwächeren in der Gesellschaft die Zeche zahlen sollen. Auch die Zugersee-Schifffahrt bleibt so erhalten. Immer mehr Leute sehen ein, dass eine Politik der tiefen und immer noch tieferen Steuern nicht nachhaltig ist – so das Fazit des Zuger Abstimmungsvotums. Die Diskussion über Ausgaben muss mit der Diskussion über Einnahmen verknüpft werden.