Auch der soziale Hintergrund der Schülerinnen und Schüler spielt nach wie vor in vielen Ländern eine grosse Rolle für den Schulerfolg. Darüber hinaus zeigen die Befragungen, dass mehr Mädchen als Jungen generell mit ihrem Leben unzufrieden sind (29% gegenüber 39%) und dass 11 % der SchülerInnen angeben, in der Schule gemobbt zu werden. Auch übermässige Internetaktivitäten wirken sich negativ auf den Schulerfolg aus. Bedauerlicherweise setzt sich die Studie nicht mit den negativen Auswirkungen der Testkultur auf die Lehrpersonen auseinander. PISA selbst ist Teil einer globalen Bildungsindustrie, welche seit 20 Jahren den Einfluss privater Unternehmen in der Bildung fördert und mit Standardisierung, Franchising-Unternehmen und dem Ausbau der Test-Industrie Druck auf die öffentliche Bildung ausübt, um auch dort Marktkriterien einzuführen – zum Schaden der Schule und der Kinder.
Infos von Education International zu PISA 2015
Artikel «Wie man mit Bildung Geld macht» von Gita Steiner-Khamsi, in VPOD-Bildungspolitik 200/ 2017
Testkultur schadet der Schule
Die Auswertung der PISA-Daten 2015 zum Wohlbefinden und Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen macht deutlich, dass die zunehmende Fokussierung auf Tests der Schule schadet und sich negativ auf die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler auswirkt.
