Die SGB-Delegierten haben nach der Ablehnung der «Altersvorsorge 2020» die anstehenden Herausforderungen analysiert und Forderungen beschlossen. Mit dem Nein bleiben viele Probleme ungelöst: Die AHV ist unterfinanziert, die Pensionskassen-Renten der breiten Bevölkerung sinken weiter, die Frauen bleiben in der zweiten Säule benachteiligt, ältere Arbeitnehmende haben nach Stellenverlust keine Rentengarantie in der zweiten Säule, und die Kaufkraft der Pensionierten sinkt wegen den stetig steigenden Krankenkassenprämien immer mehr.
Die SGB-Delegierten fordern deshalb höhere AHV-Renten und dafür zusätzliche Mittel, vor allem in Form von höheren Lohnbeiträgen. Das AHV-Mehrwertsteuerprozent muss endlich vollständig in die AHV fliessen. In der zweiten Säule sollen Banken und Privatassekuranz keine Gewinne auf Kosten der Versicherten machen dürfen – der SGB wird eine entsprechende Kampagne lancieren. Wichtig auch: Wer ab 58 die Stelle verliert, soll in der alten Pensionskasse bleiben können. Das Frauenrentenalter wollen die SGB-Delegierten bei 64 Jahren behalten.
Weiter hat die SGB-DV beschlossen, in der anstehenden Revision des Gleichstellungsgesetzes den Druck für effektive Massnahmen zur Beseitigung der Lohnungleichheit zu erhöhen. Die Missachtung des entsprechenden Verfassungsartikels ist ein über 20-jähriger Skandal und gehört dringend beendet. Es braucht behördliche Kontrollen, Sanktionen und den stärkeren Einbezug der Gewerkschaften. Mit einer einstimmig beschlossenen Resolution kündigten die Delegierten zudem an, dass der SGB mit voller Kraft gegen No Billag kämpfen wird.
