5 Milliarden Überschuss beim Bund - jetzt müssen die Löhne rauf

Ueli Maurer soll das Geld nicht aufschichten, sondern für Löhne verwenden. (Foto: Schliemer/fotolia)

Rekordhoher Rechnungsüberschuss beim Bund. Krampfhaft versucht der Finanzminister, die 5 Milliarden Franken irgendwo zu verstecken. Die Personalverbände fordern mehr Lohn.

Darf es noch ein bisschen mehr sein? Auf den Rechnungsabschluss des Bundes werden mittlerweile schon Wetten abgeschlossen: Knackt er auch dieses Jahr die Milliardengrenze? Er tut es, und zwar mit einem Rechnungsüberschuss von annähernd 5 Milliarden Franken.

Die Verhandlungsgemeinschaft VGB, der auch der VPOD angehört, verlangt, dass das Bundespersonal endlich wieder Luft bekommt und vom sagenhaft guten Ergebnis profitieren kann. Sie hat gemeinsam mit allen anderen Personalverbänden am Montag in der Lohnverhandlung von Bundesrat Maurer gefordert, dass für 2019 wenigstens eine allgemeine Lohnerhöhung von 1.5 Prozent budgetiert wird. Angesichts der hervorragenden Finanzlage wahrlich keine übertriebene Forderung.

Zuletzt wurde dem Bundespersonal im Jahr 2014 eine Reallohnerhöhung von 0.7 Prozent gewährt. Vom Bundesrat wird eine zustimmende Antwort erwartet, andernfalls wäre er dem Personal gegenüber spätestens mit diesem Rechnungsergebnis in einem Erklärungsnotstand. Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal geht hart ins Gericht mit der anhaltenden Sparpolitik von Bundesrat und Parlament im Personaletat. Aus den aktuellen Äusserungen ist zu entnehmen, dass die Politik den Rekordüberschuss nämlich primär für Steuer­entlastungen verwenden will, aber keineswegs daran denkt, den Dauerdruck aufs Personal zu lockern.

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