Bau Land Forst: Erstmals eine Präsidentin

Die neue VPOD-Verbandskommission Bau Land Forst mit der neuen Präsidentin Barbara Jörg (vorne in der Mitte).

Mit Barbara Jörg hat die Verbandskonferenz Bau Land Forst des VPOD erstmals eine Frau als Kommissionspräsidentin gewählt. Die verabschiedete Resolution macht deutlich: Ohne das Handwerk im Service public läuft die Schweiz nicht.

Mittels Resolution fordert die VPOD-Verbandskonferenz Bau Land Forst ein Ende der Sparprogramme und die Rückkehr zu Investitionen. Die rund 40 Kolleginnen und Kollegen - auch die Suisse romande war diesmal wieder vertreten - halten fest, dass der Service public nicht einfach ein lästiger Kostenfaktor ist, sondern Wertschöpfung und Wohlbefinden generiert. Die Kommission weist dabei auf die wichtige Rolle des Handwerks im Service public hin: Gerade weil diese Dienste so gut funktionieren, geht gerne vergessen, was sie für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur leisten - und damit auch für den Werterhalt der öffentlichen Anlagen.

Neben einem Referat zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stand das Thema Digitalisierung im Mittelpunkt der Konferenz. Es herrschte Konsens, dass die neuen Errungenschaften hilfreich sein können, auch für einen Förster oder eine Friedhofsgärtnerin. Aber sie müssen im Dienst der Beschäftigten stehen - und nicht umgekehrt. Es darf auch nicht sein, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter mit allfälligen Defiziten hinsichtlich neuer Technologien alleingelassen werden. Vielmehr soll der Arbeitgeber Ressourcen bereitstellen, beispielsweise indem er durch Digitalisierung realisierte Wertschöpfungsgewinne in einen Digitalisierungsfonds steckt, welcher der Sicherung der Arbeitsmarktfähigkeit namentlich der älteren Beschäftigten dient.

Barbara Jörg von Stadtgrün Bern, die in Nachfolge von Rolf Conzelmann den Vorsitz der Kommission übernimmt, ist die erste Präsidentin in der noch immer stark von Männern dominierten Branche.

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