Bund: Lohnverhandlungen im Dissens

Die Lohnverhandlungen mit dem Bund stocken. Im Februar wird nachverhandelt.

Von: VGB und VPOD

Die heutige Lohnverhandlung der Personalverbände mit Bundesrat Ueli Maurer hat einstweilen keine Einigung erbracht. Bundesrat Maurer muss sich bewegen, sonst wird das nichts.

Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal VGB, die mit den Verbänden PVB, Garanto, VPOD und PVfedpol den grössten Teil der Bundesangestellten vertritt, forderte gemeinsam mit den übrigen Personalverbänden moderate 1,5 Prozent Lohnzuwachs inklusive Teuerungsausgleich. Aber der Bundesrat hat nur 0,8 Prozent vorgesehen und – trotz herausragender Finanzlage und einer Teuerungsprognose von 1 Prozent – davon will er nur 0,6 Prozent aus dem zentralen Personalkredit garantieren. Er nimmt so in Kauf, dass der Spardruck in den Departementen erheblich steigt und das Personal trotz Milliardenüberschuss eine Lohnminderung erfährt. Die Bundesfinanzen stehen so gut da wie noch nie. Der Bundesrat rechnet für das laufende Jahr mit einem Überschuss von 2,5 Milliarden Franken und budgetiert für 2019 einen Überschuss von 1,3 Milliarden Franken. Und die wirtschaftlichen Prognosen sehen ein BIP-Wachstum von soliden 2 Prozent vor.

Die VGB erwartet vom zuständigen Finanzvorsteher Ueli Maurer, dass er den grossen finanziellen Spielraum auch zugunsten des Personals nutzt. Er verkündet stets, wie gut und engagiert in der Bundesverwaltung gearbeitet wird. Der Ausgleich der vollen Teuerung ist das Minimum. Darüber soll im Februar nachverhandelt werden. Dann dürfte es für den Bundesrat vor dem Hintergrund erhärteter Fakten zur Teuerung und Lohnabschlüssen bei anderen grossen Arbeitgebern schwierig sein, weiterhin zu blockieren. Ein konkretes Zeichen der Arbeitgeberin an ihre Angestellten ist effektiv überfällig!

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