VPOD: Lasst uns unsere Arbeit machen!

Der VPOD hat Rezepte für Bürokratieabbsu. (Illustration: Frau Diethelm)

«Wir wollen unser Kerngeschäft (gut) machen und nicht aufgeblähte Abrechnungsbürokratien bedienen»: Mit dem Positionspapier «Lasst uns unsere Arbeit machen» hat der VPOD an seinem Kongress aufgezeigt, wie unnötige Zergliederung und Privatisierung zu einer breit empfundenen Entfremdung der Mitarbeitenden beitragen.

Im Positionpapier "Lasst uns unsere Arbeit machen" wird Bürokratie nicht grundsätzlich verurteilt: Sie war beim Aufbau und ist für den Erhalt des modernen Sozialstaats unverzichtbar. Kritisiert wird aber, dass Fragmentierung und Ausgliederung von öffentlichen Betrieben und die damit verbundenen Finanzierungssysteme den Dokumentations- und Abrechnungsaufwand massiv erhöht haben. So ist eine oftmals ausufernde Bürokratie entstanden, die den Kernauftrag namentlich im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich in den Hintergrund zu drängen droht.

Der VPOD kämpft dafür, dass die Arbeitsinhalte im Zentrum des Service public bleiben oder wieder dorthin zurückkehren. Es darf nicht sein, dass der Kern der Arbeit von Leistungserfassungs- und Codiersystemen zugeschüttet wird. Gleichzeitig bekräftigt der VPOD, dass Monopolaufgaben in die Hände des Staates gehören; private Gewinnabschöpfung muss ausgeschlossen werden. Dokumentation hat der Qualitätssicherung und der Leistungsoptimierung zu dienen und darf nicht als Sparinstrument missbraucht werden. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung in vielen Berufen verlangt der VPOD einen besseren Schutz vor Überwachung und eine gerechtere Verteilung von Produktivitätsgewinnen.

Der Service public ist ein Schlüssel zur Lösung der grossen Zukunftsaufgaben, von der Begrenzung der Klimaerwärmung bis zum Ausbau des Care-Sektors. Dies unterstrich auch SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard in seiner Grussbotschaft.

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