Einigung in der schulergänzenden Betreuung in Waadt

Sparen bei der Kinderbetreuung schadet den Kindern und dem Personal! Foto: Floto

Von: Christine Flitner

Der Streik des Betreuungspersonals vom vergangenen November in Lausanne hat Früchte getragen. Gemeinden, Gewerkschaften und Eltern haben sich in der Frage der Betreuungsschlüssel für die 4 – 12-Jährigen geeinigt: Die Forderungen der Angestellten und Eltern, welche sich den Plänen der Gemeinden zur Verschlechterung der Betreuungsschlüssel entgegengesetzt hatten, wurden gehört.

Die Anzahl Kinder pro erwachsener Person wird zwar steigen, aber nur bei den Grösseren und insgesamt weniger stark, als es die Trägerschaft (EIAP) plante. Darüber hinaus wird die Anzahl Fachpersonen in den Teams im Vergleich zu den Plänen vom vergangen Mai nach oben korrigiert.

Vor allem die Erhöhung der Anzahl Kinder pro erwachsener Person hatte zu den Auseinandersetzungen geführt. Dass die Erzieherinnen und Eltern jetzt akzeptieren, über die Höchstzahlen bei den älteren Kindern zu reden, hat mehrere Gründe. Einerseits sind die Gemeinden bei den 6-8-Jährigen zurückgerudert. Der zweite Grund ist die Erhöhung des Anteils an ausgebildetem Personal. VPOD-Sekretärin Maria Pedrosa: „Mit gut ausgebildetem Personal kann man bei Kindern in diesem Altern auch mit grösseren Gruppen arbeiten. Die Mobilisierung und die enge Zusammenarbeit mit den Eltern hat deutlich gemacht, welchen Wert Betreuungsarbeit hat und wie wichtig gut ausgebildetes Personal ist.“ Der Streik hat sich gelohnt!

Mehr Infos zur Kinderbetreuung

Dossier "Frauenstreik 14. Juni 2019 - Streiken in der Kinderbetreuung"

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