Endlich eine Lösung für die Kitas!

Von: VPOD/CF

Die Kitas hängen aufgrund der Corona-Krise in der Luft und fürchten um ihre Existenz. Mit einem offenen Brief hat sich der VPOD daher an den Bund und die Konferenz der Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK gewandt. Jetzt scheint endlich Bewegung in die Sache zu kommen.

Der Bundesrat hat in der COVID-19 Verordnung 2 Art. 5 Abs 3 und 4 die Kantone dazu verpflichtet, ein Betreuungsangebot aufrecht zu erhalten für Kinder, die nicht privat betreut werden können. Die Umsetzung wurde jedoch den Kantonen überlassen.
Die Kantone setzten die Vorgaben uneinheitlich um – mit unklaren Kostenfolgen für Eltern und Kitas. Manche schlossen die Krippen ganz, stellen jedoch eine Notbetreuung zur Verfügung (z.B. Basel-Stadt, Fribourg, Genf, Solothurn u.a.), andere änderten nichts am bestehenden Angebot (z.B. Aargau) und die dritten haben bestimmte Personalkategorien festgelegt, die ihre Kinder noch bringen dürfen (z.B. Zürich), geben aber keine Auskunft darüber, wer nun für die Elternbeiträge aufkommt.
Dazu kommen die Aufrufe vieler Kantone, die Eltern sollten die Kinder doch nach Möglichkeit «freiwillig» aus der Kita nehmen. Das führt zu der widersprüchlichen Situation, dass Eltern von Kita-Kindern, welche den behördlichen Empfehlungen folgen, zwar keinen Lohnersatz erhalten (da die Einrichtungen ja offen sind), eventuell auch keinen Lohn (da sie ihre Kinder betreuen müssen), aber dennoch Elternbeiträge zahlen sollten. Das ist für viele Eltern finanziell gar nicht möglich.
Für die Kitas haben die Empfehlungen zur Folge, dass sie einen stark verminderten Betrieb bei gleichbleibenden Kosten haben, und nach und nach auch die Elternbeiträge wegfallen. Die Kurzarbeitsentschädigungen können das nur teilweise auffangen.
In dieser Situation fordert der VPOD mit einem Brief vom Bund und der Konferenz der SozialdirektorInnen: Die familienergänzende Kinderbetreuung hat bei der Bewältigung der Pandemie eine wichtige Aufgabe, und Bund und Kantone sind in der Verantwortung – auch finanziell. Die Schweiz würde massiv Schaden nehmen, wenn am Ende der Corona-Krise das Krippenangebot aufgrund von Konkursen und Schliessungen massiv ausgedünnt wäre. Elternbeiträge müssen daher dort, wo sie wegfallen, von der öffentlichen Hand übernommen werden und die Subventionen müssen aufrechterhalten werden auch dort, wo die Kinder nicht mehr gebracht werden.
Überbrückungskredite helfen den Einrichtungen in dieser Situation nicht weiter, da die jetzt entfallenden Beträge nicht durch spätere höhere Einnahmen wettgemacht werden können. Es braucht daher umfassende Defizitgarantien bzw. Beiträge à fonds perdu.
Jetzt scheint endlich Bewegung in die Sache zukommen. Der Bund signalisiert, dass es ein Hilfspaket für die Kitas schnürt. Wir sind gespannt auf die konkrete Umsetzung.

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