Es braucht mehr Massnahmen für die Kitas

c Gunter Feldmann

Von: VPOD

Die vom Bundesrat heute präsentierten wirtschaftlichen Massnahmen für erwerbstätige Eltern sind begrüssenswert, die Kitas bleiben aber auch mit Kurzarbeit weiterhin im Regen stehen. Kurzarbeit und Elternzeit reichen nicht – für die Kitas braucht es nicht nur Kredite, sondern Betriebsbeiträge à fonds perdu.

Die heute vom Bundesrat präsentierten wirtschaftlichen Massnahmen zur Coronakrise sind begrüssenswert, gehen aber nicht weit genug. Wir begrüssen die Lösung eines Erwerbsersatz für betreuende Eltern, die aufgrund der akuten Pandemiesituation und der Schulschliessungen ihre Kinder beaufsichtigen müssen und der Arbeit fernbleiben. Auch der Ausbau der Kurzarbeit für Arbeitnehmende mit befristeten Verträgen, für Stundenlöhner und Lernende ist ein grosser Fortschritt.
Einmal mehr fallen die Kitas und die vorschulische Betreuung jedoch zwischen Stuhl und Bank. Die widersprüchlichen Kommunikationen von Bund und Kantonen in der letzten Woche, Kitas zwar offen zu lassen, aber gleichzeitig die Erwartung in den Raum zu stellen, diese sollen ohne finanzielle Absicherung nur das Personal der in der Grundversorgung arbeitenden Menschen betreuen, führt viele Kitas an den Rand ihrer Existenz. Um das wirtschaftliche Überleben der Kinderkrippen zu sichern, braucht es nicht nur wie heute ermöglicht, schnelle Liquidität, sondern auch nicht rückzahlbare Betriebsbeiträge. Diese Beiträge soll der Bund zur Verfügung stellen, damit das gegenseitige Abschieben von Verantwortung endlich ein Ende hat und die Umsetzung in den Kantonen einheitlich ist.
Wie wichtig die Arbeit der Kinderbetreuerinnen für die Grundversorgung ist, zeigt sich nicht zuletzt in der Tatsache, dass der Bund Kitas nicht schliessen will. Das Personal und die Einrichtungen werden in dieser schwierigen Situation alleine gelassen. Der VPOD fordert den Gesundheitsschutz ernst zu nehmen durch Anpassung der Gruppengrössen an die jeweiligen Platzverhältnisse. Gleichzeitig muss erneut darauf hingewiesen werden, dass die vom BAG angeordneten Schutzbestimmungen zum Distanzhalten in der Kinderbetreuung nicht umsetzbar sind. Der VPOD erwartet ein klares Bekenntnis des Bundes und der Kantone zu einer Notbetreuung (Grundversorgung) mit kleineren Gruppengrössen und eine finanzielle Absicherung der Kitas in allen Kantonen.

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