Ein schwaches Signal für die Kitas

Von: VPOD/ Natascha Wey

Die familienergänzende Kinderbetreuung braucht endlich ein deutliches Signal aus Bundesbern. Stattdessen kommt nur zögerliche Unterstützung. Die Branche hat Besseres verdient.

Nach der WBK-N behandelte nun auch die WBK-S eine mögliche Unterstützung für Kitas, nachdem das Unterstützungspaket für die vorschulische Kinderbetreuung im Bundesrat gescheitert war. Der VPOD begrüsst die Bestrebungen der Kommission, eine Lösung vorzulegen. Leider unterstützt die WBK-S mit ihrem heutigen Entscheid die schlechtere Variante: zwar bleibt der geforderte Betrag mit 100 Millionen gleich, die Aufteilung soll aber nur zu einem Drittel vom Bund und zu zwei Dritteln von den Kantonen getragen werden.
Seit Wochen und Monaten schieben sich Bund und Kantone die Verantwortlichkeiten in der Kinderbetreuung gegenseitig zu. Klar ist: die prekäre finanzielle Situation der Kitas ist auf die Pandemie zurückzuführen und ebenso auf die widersprüchlichen Anordnungen von Bund und Kantonen in Bezug auf die Betreuungsverpflichtungen der Kitas. Die bisherigen Lösungen, die von den Kantonen zur Unterstützung der Kita-Finanzierung präsentiert wurden, sind je unterschiedlich und viele Kantone stellen momentan noch gar keine Lösung bereit.
Die zögerliche Unterstützung der familienergänzenden Kinderbetreuung wird langfristig negative Folgen haben, für die Erwerbsrate von Eltern, wenn Betreuungsplätze verloren gehen, und für die Branche generell, die für engagierte Fachleute weiter an Ansehen verliert.
Ein deutliches Signal von Seiten des Bundes wäre daher dringend notwendig.
Der VPOD und der Branchenverband Kibesuisse haben daher gemeinsam eine Petition gestartet, welche die Unterstützung der familienergänzenden Kinderbetreuung durch Bund und Kantone fordert. Bereits 11 000 Unterschriften aus der Branche sind so bis heute zusammengekommen.
Weitere Infos unter www.kita-paket-jetzt.ch.

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