HEKS, VPOD und Unia fordern Schutzmassnahmen für Hausangestellte

Von: VPOD

Ein heute gemeinsam an den Bundesrat gerichteter Appell fordert dringliche Schutzmassnahmen für Zehntausende von Hausangestellten in der Schweiz

Sie müssen heute ohne jegliche Abfederung die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise tragen. Diese Menschen erfüllen wesentliche Aufgaben für das Funktionieren unserer Gesellschaft: Haushaltsarbeiten, Kinderbetreuung, Betreuung von älteren Menschen oder Menschen mit einer Behinderung usw.

All diese Aufgaben werden mehrheitlich von Migrantinnen geleistet. In der aktuellen Situation mit Ausgangsbeschränkungen, der Angst vor dem Unbekannten und mit dem realen Risiko einer Ansteckung erhalten viele von ihnen keine Arbeit mehr. Sie sind also ohne Einkommen, da ihre ArbeitgeberInnen keinen Lohn zahlen wollen oder können.

HEKS, VPOD und Unia fordern den Bundesrat auf, die Hausangestellten in die Sofortmassnahmen zum Ausgleich von Lohnausfällen einzubeziehen und zwar ohne jegliche Diskriminierung – wirksam, schnell, unbürokratisch und unter Berücksichtigung der strukturellen Probleme der Branche. Dies in Ergänzung zur Unterstützung, die die Kantone möglicherweise für diese Kategorie von Arbeitnehmenden beschliessen.

Nebst der Frage des wirtschaftlichen Überlebens ist auch die Frage des Gesundheitsschutzes dieser Arbeitnehmenden bisher ungelöst. Sie müssen sich ebenfalls schützen können, indem sie Zugang zu notwendigen Informationen und Schutzmaterial erhalten. Zudem müssen sie, sofern sie einer Risikogruppe angehören, bei vollem Lohn zu Hause bleiben können. Bund und Kantone müssen sicherstellen, dass Privathaushalte ihre Verantwortung als Arbeitgebende wahrnehmen.

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10.04.2020MM HEKS, UNIA VPOD zu HausangestelltenPDF (172 kB)
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