Home care day: die häusliche Pflege und Betreuung wird sich selbst überlassen

©Unicare / Globalunion

Von: Elvira Wiegers

Der heutige Home care day steht ganz im Zeichen der ambulanten Pflege und Betreuung. Dieser Bereich und das dort beschäftigte Personal wird gerade mit sehr schwierigen Situationen in Privathaushalten sich selbst überlassen.

Aufgrund des teilweise fehlenden Schutzmaterials werden Personal und KlientInnen gleichermassen gefährdet. Zudem führt der chronische Personalmangel in diesem Bereich zu einer massiven Überbelastung vieler Angestellten.

Der VPOD fordert Bund und Kantone auf, die Gesundheitsversorgung zu koordinieren und die ambulante Pflege und Betreuung, wo nötig, mit mobilen Pflegeteams zu unterstützen. Zur ambulanten Versorgung gehört auch die sogenannte 24-Std.-Betreuung. Hier kumulieren sich die Probleme noch mehr. Zum einen, weil viele Pendelmigrantinnen nicht einreisen können und damit keinen Anspruch auf einen Lohn haben. Der VPOD fordert, dass auch diese Betreuerinnen Anrecht auf Lohnersatz erhalten und dass die Haushalte bei der Versorgung betagter Angehöriger angemessen unterstützt werden.

HEKS, VPOD und Unia haben im April in ihrem an den Bundesrat gerichteter Appell Schutzmassnahmen für Hausangestellte gefordert. 10'000 von Hausangestellten in der Schweiz erfüllen wesentliche Aufgaben für das Funktionieren unserer Gesellschaft: Haushaltsarbeiten, Kinderbetreuung, Betreuung von älteren Menschen oder Menschen mit einer Behinderung usw.

»Mehr Infos zu dem gemeinsamen Appell

Diese News als PDF