Ja zu Europa, zu fairen Arbeitsbedingungen und zur Gleichstellung

Von: VPOD

Die Resultate des Abstimmungssonntags sind ein Zeichen dafür, dass es in der Schweiz eindeutig Bedarf für mehr Gleichstellung und für faire Arbeitsbedingungen gibt. Das Votum für die Bilateralen freut uns als Gewerkschaft – aber das Ringen um eine offene Schweiz, die zugleich die Schwächeren schützt, geht weiter.

Wir sind erfreut über das heutige Abstimmungsresultat. Mit der Ablehnung der SVP-Begrenzungsinitiative haben wir verhindert, dass in der Schweiz MigrantInnen noch stärker entrechtet und ausgegrenzt und die Gesellschaft noch tiefer gespalten wird. Der Erhalt der Personenfreizügigkeit und aller bilateralen Verträge mit der EU ist äusserst wichtig, denn wir gehören geografisch, ökonomisch und sozial zu Europa. Das Trauerspiel um den Brexit bestärkt die Kräfte, die für eine offene Schweiz einstehen. Vom Schutz der Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen von MigrantInnen kann die Schweiz nur profitieren. Wir fordern gleiche Rechte für alle! (www.vpod.ch/gleiche-rechte-fuer-alle)

Die Annahme des Vaterschaftsurlaubs ist ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichstellung – wenn auch nur ein kleiner. Der Blick geht nach Skandinavien: Was die fortschrittlichen Länder im Norden können, können wir auch – es braucht auch bei uns endlich eine Elternzeit. Nur so kann sich eine faire Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern entwickeln, die echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie für alle möglich macht. Auch für Männer.

Ebenfalls begrüssen wir die voraussichtliche Ablehnung der Vorlage zu den erhöhten Kinderabzügen. Die Steuerentlastung für Wohlhabende hätte zu Steuerausfällen von 380 Millionen geführt. Mit der Ablehnung des Gesetzes hat die Bevölkerung klar gezeigt, dass sie nicht bereit ist, Sparprogramme und Abbauvorlagen zu Gunsten der Reichsten mitzutragen. Vielmehr braucht es Investitionen in den Service Public zur Förderung der Gleichstellung, etwa im Kinderbetreuungsbereich, der bis heute massiv unterfinanziert ist. Das Personal leistet mit tiefen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen notwendige Arbeit. Nur durch Investitionen wird eine etwaige Senkung der Elternbeiträge möglich, denn in keinem anderen Land bezahlen die Eltern so viel für die familienexterne Kinderbetreuung wie in der Schweiz.

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Stefan Giger, Generalsekretär VPOD Schweiz: 079 296 77 07

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