Ceasefire now! Proteste an den Hochschulen

Von: Fabio Höhener, VPOD Zentralsekretär Bildung

Der VPOD unterstützt die Forderungen der Studierenden und Hochschulmitarbeitenden nach einem sofortigen Waffenstillstand und einem Ende der Gewalt in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten.

SSP Lausanne solidarisiert sich mit dem Protest an der UNIL

Weiter fordert der VPOD, dass das Recht der Studierenden und des Universitätspersonals, den universitären Raum als Forum für friedliche politische Diskussionen zu nutzen, gewährleistet wird. Die polizeiliche Repression muss sofort eingestellt werden.

Mit einer Resolution zu Israel-Palästina hat sich der VPOD bereits klar für den Schutz der Zivilbevölkerung und die Einhaltung der Genfer Konvention ausgesprochen.VPOD Resolution verabschiedet am 23.3.2024

Als Gewerkschaft des Service Public verurteilt der VPOD insbesondere die Zerstörung von Spitälern und Bildungseinrichtungen sowie eines Grossteils der Infrastruktur in Gaza. Eine ganze Bevölkerung wird bekämpft und ihr wird der Zugang zu lebenswichtigen Gütern (Wasser, Nahrung, Strom) und Dienstleistungen (Gesundheit, Bildung) verwehrt. Die Bevölkerung leidet unter einer Hungersnot, von der besonders viele Kinder betroffen sind.

Als Gewerkschaft für alle Beschäftigten in Bildung und Forschung solidarisieren wir uns auch mit einem grossen Teil der Studierenden und Hochschulbeschäftigten, die mit Aktionen an verschiedenen Hochschulen auf die täglichen Gräueltaten aufmerksam machen und ein Ende der Gewalt fordern. Diese Bewegung ist Teil einer internationalen Welle der Besetzung von Universitäten in Solidarität mit Palästina. Hochschulen weltweit müssen Orte sein, an denen die Zivilbevölkerung gestärkt wird, die sich für eine gerechtere und friedlichere Welt einsetzt. Deshalb verurteilt der VPOD die Repressionen, die wir an verschiedenen Hochschulen erlebt haben. Der Dialog mit den sozialen Bewegungen, auch wenn er schwierig ist, gehört zu den Aufgaben der Hochschulleitungen. Der friedliche politische Protest muss seinen legitimen Platz an der Universität behalten.

Wir fordern daher die Hochschulleitungen auf:

  • In Zukunft von Polizeieinsätzen gegen Studierende abzusehen.
  • Alle Strafanzeigen im Zusammenhang mit den Besetzungen zurückzuziehen,
  • keine Sanktionen gegen Studierende und Universitätsangestellte zu verhängen, die an der Bewegung teilgenommen oder ihre Solidarität bekundet haben,
  • Grundsätzlich dafür zu sorgen, dass die Universitäten Orte der Diskussion, des Austauschs und der Kritik bleiben.