Der VPOD verurteilt insbesondere die Anträge zur Kürzung des Teuerungsausgleich für das Bun-despersonal und plädiert dafür das Verhandlungsresultat zwischen den Personalverbänden und dem Bundesrat zu respektieren. Auch weitere Versuche zur Kürzung des Personalaufwandes und des Eigenaufwands in der Verwaltung werden von der Gewerkschaft scharf kritisiert. Die Mass-nahmen sind Teil einer Reihe von Angriffen auf kantonaler und nationaler Ebene gegen diejenigen, die sicherstellen, dass die Bevölkerung qualitativ hochwertige Dienstleistungen erhält.
Der VPOD fordert die Parlamentarier:innen zudem auf, auf Abbau in der Entwicklungszusammen-arbeit und im Bereich der Gleichstellung zu verzichte. Dazu zählt etwa der geplante Personalabbau beim Gleichstellungsbüro, der der kommunizierten Kampagne gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt zuwiderläuft. Dabei besteht dringender Handlungsbedarf: Seit Jah-resbeginn wurden 28 Femizide registriert.
Der geplante Abbau ist nicht zu rechtfertigen. Statt ausufernde zusätzliche Mittel für die Armee zu sprechen, muss die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs, des Asylsystems, der Forschung, Bil-dung, familienergänzenden Betreuung, Gleichstellung, Gesundheitsversorgung und des ökologi-schen Umbaus priorisiert werden.
Dies gilt nicht nur für die Debatte ums Budget 2026, sondern auch für das Entlastungspaket 27, welches die Gewerkschaft umfassend ablehnt.
« Der Abbau beim Service Public bedeutet eine Leistungskürzung für alle Arbeitnehmer*innen. Die rechte Mehrheit verschleiert die enorme Konzentration des Reichtums und legitimiert die Abbau-massnahmen mit einem Haushaltsdefizit, das sie selbst durch Steuersenkungen verursacht hat. Der VPOD leistet Widerstand und unterstützt die mobilisierten Arbeitnehmer:innen in der ganzen Schweiz», erklärt Christian Dandrès, Präsident des VPOD.
Der stellvertretende VPOD-Generalsekretär Fabio Höhener stellt klar: «Sowohl fürs Jahr 2026, als auch für die kommenden Jahre gilt: Der geplante Abbau weder finanzpolitisch notwendig, noch gesellschaftlich sinnvoll». Ein starker, gut ausgestatteter öffentlicher Dienst ist zentral für die Sta-bilität des Landes, die Funktionsfähigkeit der Verwaltung und die Umsetzung wichtiger gesell-schaftlicher Ziele.
Kontakt und Informationen:
Fabio Höhener, stellvertretender Generalsekretär, +41 79 353 51 74 (deutsch)
Christian Dandrès, Präsident VPOD, +41 79 738 23 66 (französisch)
| Downloads | ||
|---|---|---|
| 02.12.2025 | 2.12.25 Medienmitteilung Beginn Budgetberatung Bund | PDF (85.8 kB) |
