Argumente gegen die SVP-Chaos-Initiative «Keine 10 Millionen Schweiz» gibt es viele. Damit diese auch die Menschen erreichen, gehen Mitglieder der VPOD-Migrationskommission in Bern, Basel, Zürich und Fribourg auf die Strasse und suchen das Gespräch.
Eine Annahme würde den Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich verstärken und damit die Qualität in den Spitälern senken, Arbeitsplätze und Löhne gefährden, AHV und Pensionskassen schaden.
Bei einer Annahme müssten bereits ab 9,5 Millionen Einwohner*innen (aktuell sind es circa 9,1 Millionen.) Begrenzungsmassnahmen greifen, insbesondere beim Familiennachzug. Bereits dies würde die Verträge mit der EU verletzen, die Zusammenarbeit mit unserem mit Abstand wichtigsten Handelspartner würde stark beschädigt.
Gemäss Initiativtext würde die Zuwanderungsbegrenzung nur für Aufenthalte ab 12 Monaten gelten. Migrant*innen würden also weiter in die Schweiz kommen, aber mit einem neuen «Saisonnierstatut»: mehr Unsicherheit, stärkere Arbeitgeberabhängigkeit, höheres Risiko von Ausbeutung und Diskriminierung. Eine solche Prekarisierung hätte Auswirkungen auf alle Beschäftigten. Und Fachpersonen gewinnt man so nicht.
Galerie: Migrationskommission auf der Strasse
Im Gespräch über die Chaos-Initiative der SVP.




