Wir befinden uns in einer Phase grosser globaler Unsicherheit: geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Umbrüche und steigende Lebenshaltungskosten prägen den Alltag vieler Menschen. Gleichzeitig stehen Löhne und Arbeitsbedingungen zunehmend unter Druck. In vielen Branchen nehmen Arbeitsbelastung, Personalmangel und Unsicherheit zu.
Besonders sichtbar ist diese Entwicklung im Gesundheitswesen. Pflegefachpersonen, Ärzt:innen und weiteres Personal arbeiten seit Jahren am Limit. Der Pflegenotstand ist längst Realität: Es fehlen zehntausende Fachkräfte, ohne Personen aus dem Ausland wäre die Versorgung nicht aufrechtzuerhalten.
Ausgerechnet jetzt droht mit der SVP-Chaos-Initiative eine massive Verschärfung dieser Probleme. Die Initiative verlangt die Einführung eines sogenannten „Bevölkerungsdeckels“. Wird dieser überschritten, müssten internationale Abkommen – insbesondere mit der EU – gekündigt werden. Dieser Mechanismus greift nicht erst bei 10 Millionen Einwohner:innen: Bereits vorher müsste der Bundesrat Massnahmen ergreifen, um die Zuwanderung zu reduzieren. Das bedeutet konkret: Einschränkungen bei der Rekrutierung von dringend benötigten Fachkräften und den Wegfall des Lohnschutzes, der heute an die Personenfreizügigkeit mit der EU gekoppelt ist.
Die Folgen wären gravierend: weniger Personal im Gesundheitswesen, mehr Druck auf die Beschäftigten und zusätzliche Risiken für Löhne und Arbeitsbedingungen. Statt Stabilität zu schaffen, bringt die Initiative Chaos – für den Gesundheitsbereich, den Service public und für die gesamte Wirtschaft.
NEIN zum Spitalkollaps!
Der Personalmangel im Gesundheitswesen ist bereits heute dramatisch: Bis 2030 fehlen über 40’000 Pflegefachpersonen, und fast die Hälfte der Ärzt:innen wurde im Ausland ausgebildet. Die Initiative verschärft den Personalmangel weiter. Weniger Personal bedeutet mehr Belastung für die Beschäftigten und eine schlechtere Versorgung für Patient:innen.
NEIN zum Angriff auf unsere Löhne und Arbeitsbedingungen!
Die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit schützen heute die Löhne und verhindern Lohndumping. Die Chaos-Initiative würde diesen Schutz abschaffen. Insbesondere in Branchen, in denen die Arbeitsbedingungen schon heute unter Druck stehen, drohen tiefere Löhne, mehr Konkurrenz und weitere Verschlechterungen.
NEIN zu mehr Chaos!
In einer unsicheren globalen Lage sind stabile Beziehungen zu Europa zentral. Ein Alleingang, wie ihn die Initiative vorsieht, gefährdet Arbeitsplätze und Wohlstand. Das haben wir beim Brexit in Grossbrita nnien eindrücklich gesehen.Die Folgen wären auch hierzulande steigende Preise, sinkende Löhne und Renten sowie wirtschaftliche Instabilität – mit direkten Auswirkungen auf den Service public und uns alle.
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| 09.04.2026 | Flyer Chaos-Initiative | PDF (737.2 kB) |
