Nachtarbeit

Nachtarbeit belastet die Gesundheit und soll vermieden oder eingeschränkt werden.

BEWILLIGUNG

BEWILLIGUNG NACH ARBEITSGESETZ: Nachtarbeit ist grundsätzlich verboten und braucht eine Bewilligung. Diese wird durch das Gesetz bzw. durch die Verordnung 2 für bestimmte Branchen oder Tätigkeiten bewilligungsfrei erlaubt. Für andere Betriebe kann im Einzelfall von der Aufsichtsbehörde eine befristete Nachtarbeitsbewilligung erteilt werden.

ARBEITSZEITGESETZ (Betriebe des öffentlichen Verkehrs): Nachtarbeit ist bewilligungsfrei erlaubt.

ZUSCHLÄGE

ARBEITSGESETZ: Wer nur ausserordentlich Nachtarbeit leisten muss (z.B. bewilligte Nachtarbeit für Inventar in Verkaufsbetrieb), hat Anspruch auf einen Zuschlag von 25% des Stundelohnes. Wer regelmässig oder wiederkehrend Nachtarbeit leisten muss, hat Anspruch auf 10% Zeitzuschlag auf der geleisteten Nachtarbeit. Dies ist dann der Fall, wenn man mindestens in 25 Nächten pro Jahr nachts arbeiten muss, wobei auch nur teilweise gearbeitete Nächte berücksichtigt werden. Als Nacht gilt der Zeitraum von 23 bis 06 Uhr. Für einen ganzen Betrieb oder einen ganzen Betriebsteil (aber nicht je Person unterschiedlich) kann der Zeitraum der Nacht um eine Stunde verschoben werden auf 22 bis 05 Uhr oder 24 bis 07 Uhr.

ARBEITSZEITGESETZ (Unternehmungen des öffentlichen Verkehrs):

  • zwischen 22 und 24 Uhr: 10% Zeutzuschlag
  • zwischen 24 und 04 Uhr (bzw. bis 05 Uhr, wenn der Dienst vor 04 Uhr angetreten wurde): 30%
  • 40 statt 30% für Angestellte ab 55 Jahren