Position des VPOD

Die Klimakrise trifft uns als VPOD zweifach. Zum einen sind Arbeits-und Lebensbedingungen von hunderttausenden von Lohnabhängigen durch die Klimaerwärmung stark gefährdet. Andererseits stellt der massive Ausbau von umweltfreundlichen Service-public-Dienstleistungen, die auch die Arbeitnehmenden respektieren, einen Schlüssel zur Lösung der Klimakrise dar.

Von der Bildung über die Kinderbetreuung bis zum Gesundheitsbereich haben die Mitglieder des VPOD mit den besonders verletzlichen und zu schützenden Personen zu tun, deren unbeschwertes Heranwachsen und deren Gesundheit gefährdet sind. Für die Lehrpersonen und das Betreuungspersonal bedeutet das zusätzliche Aufgaben des Schützens, aber auch der Vermittlung von Selbstschutz.

Der Service public spielt eine Schlüsselrolle bei der ökologischen Umgestaltung. Das betrifft u.a. einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, grüne Energiegewinnung und -speicherung, Städte- und Landschaftsbau, Abfall- und Wasserentsorgungen, etc . Es braucht massive Klimainvestitionen. Abbau- und Sparpakete im Service public und die verabschiedeten oder anstehenden kantonalen Steuersenkungsvorlagen stehen dem ökologischen Umbau diametral entgegen. Deswegen muss Steuerdumping und Abbau weiterhin konsequent bekämpft werden. Steuerhinterziehung ist zudem (immer noch) kein Kavaliersdelikt.

Der VPOD fordert, dass die Herausforderungen in den Bereichen des Service Public mit dem Personal diskutiert werden und bereichsspezifische Lösungen entwickelt werden, welche personellen und finanziellen Ressource es für die Bewältigung der wachsenend Anforderungen braucht, wie und und in welcher Form das Personal für den Einsatz und den Umgang mit den schon jetzt spürbaren Folgen der Klimakrise geschult werden muss und welche Schutzmassnahmen für die Arbeitnehmenden wie auch ihre KlientInnen und Schutzbefohlenen getroffen werden müssen.

Für eine soziale und ökologische Wende braucht es:

  • Die Stärkung des Service public und einen diskriminierungsfreien Zugang zu öffentlichen Leistungen

  • Das Ende der Privatisierungen und Auslagerungen im Service public

  • Steuergerechtigkeit

  • Die Schaffung und Aufwertung nachhaltiger und gesellschaftlich relevanter Tätigkeiten

  • Verbindliche Gesetze und größere Investitionen zur Bewältigung der sozialen und der Klimakrise

  • Eine generelle Verkürzung der Arbeitszeit bei gleichem Lohn für eine bessere Vereinbarkeit von Berufs-, Familien- und Sozialleben

  • Mehr Mitsprache und Teilhabe in den Betrieben durch die Stärkung gewerkschaftlicher Rechte

  • Mehr Mitsprache und Teilhabe in der Politik durch einen leichteren Zugang zur Einbürgerung / Stimmrechten

  • Mehr Transparenz in Bezug auf Lobbying und Geldflüsse

  • Saubere Anlagen: Pensionskassen müssen zur Klima-Neutralität ihrer Investitionen verpflichtet werden.

  • Internationale Zusammenarbeit: Die Klimakrise kann nicht national gelöst werden. Wir setzen uns für globale Regulierung globaler Fragen ein. Wir wollen eine offene und international engagierte Schweiz.

  • Bildung, Betreuung und Klimakrise

    Kinder und Jugendliche sind von den Folgen des Klimanotstandes in besonderer Weise betroffen. Nicht nur, weil die Folgen sich in der Zukunft abspielen und ihr unbeschwertes Heranwachsen und ihre Gesundheit durch hohe Temperaturen, Ozonbelastung und Schadstoffbelastung gefährdet ist, sondern auch weil sie bereits heute stark politisch-emotional mit dem Thema verbunden sind.

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  • Luftverkehr

    Die Auswirkungen auf den Luftverkehr sind derzeit noch nicht genau messbar. Klar ist, dass durch neue Steuern versucht wird das Konsumentenverhalten so zu steuern, dass die Menschen weniger fliegen. Es kann also davon ausgegangen werden, dass das Fliegen zukünftig teurer wird.

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  • Migration

    Die Menschen in der Schweiz gehören zum reichsten Zehntel der Weltbevölkerung, welches für die Hälfte aller Treibhausgase weltweit verantwortlich ist. An den Folgen der Klimaveränderung leidet aber vor allem die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, die lediglich zehn Prozent der Emissionen verursacht.

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