Am 14. Juni 2019 wird gestreikt

Eine wartet immer? Nicht mit uns. Wir wollen Gleichstellung in allen Bereichen. Und zwar jetzt.

Es gibt zahlreiche Gründe für den Frauenstreik am 14. Juni 2019. In Sachen Gleichstellung geht es viel zu wenig voran. Unsere Forderungen?

Löhne: Lohnkontrollen, und zwar richtig!

Nach wie vor verdienen Frauen deutlich weniger als Männer, je nach Erhebungsmethode zwischen 12 und 19 %. Im Rentenalter haben Frauen durchschnittlich ca. 37% weniger zur Verfügung.

Trotzdem wehren sich gleichstellungsfeindliche Arbeitgeber und Parteien gegen minimale Lohnkontrollen. Die notwendige Revision des Gleichstellungsgesetzes wird im Parlament bis zur totalen Wirkungslosigkeit abgeschwächt. Uns reicht’s! Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist kein Geschenk an die Frauen, sondern ein Verfassungsauftrag. Deshalb fordern wir:

  • Systematische und griffige Lohnkontrollen!
  • Zwingende Anpassung von diskriminierenden Löhnen!
  • Sanktionen bei Verstössen!

Es braucht Lohngleichheit jetzt! Punkt, Schluss! Es braucht Lohnkontrollen und Sanktionen bei Lohndiskriminierung.

Sexuelle Belästigung: Null-Toleranz ohne Wenn und Aber

Frauen wehren sich nicht erst seit #MeToo gegen sexuelle Belästigung, trotzdem wird sie immer noch viel zu oft als «Kavaliersdelikt» angesehen und nicht ernst genommen.

Sexuelle Belästigung und Übergriffe sind eine grosse Belastung für die Betroffenen. Sie sind verletzend und machen krank. Sie sind nicht akzeptabel, weder am Arbeitsplatz noch sonst. Deshalb fordern wir:

  • Es braucht an den Arbeitsplätzen und in der Öffentlichkeit klare Stellungnahmen gegen jede Form der sexuellen Belästigung. Betroffene müssen geschützt und Belästigungen unmissverständlich sanktioniert werden.

Null-Toleranz für sexuelle Belästigung – am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit!

Vereinbarkeit: (k)ein Frauenproblem

Betreuungsaufgaben und Erwerbsarbeit unter einen Hut zu bringen, ist in der Schweiz nur mit einem Teilzeitpensum möglich. Geringeres Einkommen, Nachteile in der beruflichen Entwicklung, schlechtere Renten und Dauerstress sind die Folgen für die Betroffenen - meistens Frauen, aber mehr und mehr auch Männer. Dazu kommen der Mangel an Betreuungsplätzen und die absurd hohen Kosten dafür, sei es für Kinder oder für pflegebedürftige Angehörige.

Wir fordern

  • kürzere Vollarbeitszeiten und eine bessere Verteilung der notwendigen unbezahlten Arbeit.
  • Mehr Betreuungsplätze für Kinder: 1 % vom BIP muss in die familienergänzende Kinderbetreuung investiert werden.
  • Ausbau der Infrastrukturen für pflegebedürftige Angehörige. Einführung von bezahlten Pflegeurlauben und der Möglichkeit zur Pensenreduktion mit Rückkehrgarantie.

Bei der Vereinbarkeit von Betreuungsaufgaben und Erwerbsarbeit braucht es deutliche Verbesserungen. Die notwendigen Massnahmen sind bekannt, sie müssen endlich umgesetzt werden.

Gläserne Decken zerschlagen: Türen auf für Mädchen und Frauen

Frauen in Führungspositionen sind selten. Und junge Frauen wählen in der Schweiz überdurchschnittlich häufig «weibliche» Berufe – mit schlechteren Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten. Damit sich das ändert, braucht es gezielte Förderung und Quoten, aber an vielen Orten auch ein grundsätzliches Umdenken und Änderungen in der Betriebskultur.

Mehr Frauen in Führungspositionen – dank gezielter Förderung und Quoten. Berufliche Fördermassnahmen speziell für Mädchen und junge Frauen.

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